Der Flachs Botanik Der Flachs gehört zur Familie der Leingewächse, Langtagspflanze, einjährig, Pfahlwurzler, 80 – 100 cm Wuchshöhe; schmale, lanzettliche Blätter wechselständig um den kaum verzweigten Stängel angeordnet; blüht im Juni weiß oder blau, selbstbefruchtend; flache, langovale Samen, braun, glänzend; Anbaugebiete Hauptproduktionsländer für Flachs sind: Russland, Frankreich, Belgien, (in Österreich ca. 200 ha). Aussaat Da Leinsamen sehr klein sind und wenig Nährstoffreserven haben, muss vor der Aussaat für optimale Bedingungen gesorgt werden. Flachs braucht einen eher leichten, gut wasserführenden Boden. Die Aussaat erfolgt zwischen Mitte März und Mitte April. Ziel sind etwa 1800 Pflanzen pro Quadratmeter. Wachstum Flachs hat eine kurze Vegetationsdauer von rund 100 Tagen. Flachs verträgt nur geringe Mengen an Stickstoff und ist kaum anfällig für Schädlinge oder Parasiten. Lediglich vor der Überwucherung durch Unkraut muss er geschützt werden. Dies kann durch mechanische Bearbeitung oder geringen Herbizideinsatz erreicht werden. Ernte und Ertrag Langfasertaugliche Bestände werden in der Gelbreife (Ende Juni – Ende Juli) mit einer Spezialmaschine gerauft. Es folgt die Feld- oder Tauröste (4 – 6 Wochen) wobei die Fasern am Feld 1 – 2 x gewendet werden und zu Rundballen gepresst werden. Der durchschnittliche Ertrag im Waldviertel liegt bei ca. 4000 kg Flachsstroh/ha. |