Roggen
Roggen ist das dominierende Brotgetreide der kälteren
Klimazonen Europas und Russlands. Er ist im Gegensatz zu Weizen wesentlich
kältefester und hinsichtlich des Bodens genügsamer.
Roggenmehl wird erst durch eine Säuerung (Absenken des pH-Wertes
auf 4,0 bis 4,3) backfähig. Während der Sauerteiggärung
entstehen über enzymatische Prozesse Geruchs- und Geschmacksstoffe,
die typisch für Roggenbrot sind. Auch die unlöslichen Pentosane
(Polysaccharide) werden durch die Sauerteiggärung verändert
und können dadurch sehr viel Wasser binden und es auch während
des Backens festhalten. Durch sie erhält man eine saftige Brotkrume,
die zudem wesentlich länger frisch bleibt.
Die Züchtung versuchte die Qualität des Weizens mit der Widerstandsfähigkeit
des Roggens zu kombinieren. Die daraus erhaltenen Hybride, Triticale genannt,
haben dieses Ziel bislang nicht zufrieden stellend erreicht.
Steckbrief Roggen
| lat. Bezeichnung |
Secale cereale L. |
| Familie |
Poaceae (Süßgräser) |
| verwendete Pflanzenteile |
reifer Samen |
| Nutzung |
Brotgetreide |
| Inhaltsstoffe |
Stärke, Ballaststoffe, Proteine, B-Vitamine, Mineralstoffe
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