Kümmel

Kümmel ist eine mehrjährige Pflanze und wird deshalb im ersten Jahr als Untersaat in Gerste, Hafer oder Öllein eingesät und im folgenden Jahr gegen Ende Juni gedroschen. Kümmel bevorzugt lockere tiefgründige Böden und eine feuchtes Klima.

Kümmel ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Es

fördert die Fettverdauung und ist besonders gallefreundlich. Zum Würzen und für medizinische Tees werden die Kümmelfrüchte verwendet. Besonders in Roggenbrot, Eintöpfen und im Sauerkraut verfeinert Kümmel das jeweilige Gericht.

Waldviertler Kümmel weist einen besonders hohen Gehalt an ätherischem Öl auf. Dadurch ergibt sich ein besonders intensiver Geruch und Geschmack. Diese Intensität wird vor allem durch die klimatischen Gegebenheiten des Waldviertels hervorgerufen.

Neben der Verwendung als Gewürz wird Kümmel medizinisch als Tee gegen Blähungen, Galle- und Leberbeschwerden benutzt.

Steckbrief Kümmel

lat. Bezeichnung Carum carvi L.
Familie Doldengewächse (Apiaceae)
verwendete Pflanzenteile reife Frucht
Nutzung Gewürz und Heilmittel
bestes Mittel gegen Blähungen, lindert nervöse Herz- und Magenbeschwerden
Inhaltsstoffe ätherisches Öl, Triacylglycerine und Proteine