Fische

Karpfen
Während des Mittelalters wurde die Teichwirtschaft in Europa eingeführt. Seit damals ist auch der Karpfen im Waldviertel heimisch. Vor allem das nördliche Waldviertel (Wittingauer Seenplatte) hat über 1000 Teiche mit einer Fläche von rund 1600 ha.

Karpfen lieben wohl temperierte, stehende Gewässer mit Sand- oder Schlammgrund und reichhaltigem Bewuchs. Bei seiner nächtlichen Nahrungssuche durchwühlt er den Schlamm, wodurch sich das trübe Wasser in Karpfenteichen erklärt. Die Nahrungsaufnahme ist von den Temperaturen abhängig. Bei 20 bis 25 °C fressen die Tiere am meisten. Da das Waldviertel ein kühleres Klima aufweist, wachsen die Karpfen langsamer, haben aber dafür ein besonders schmackhaftes und fettarmes Fleisch.

Im Herbst werden die Teiche abgelassen und die Karpfen mit Netzen abgefischt. Die Jungkarpfen und Zuchtkarpfen kommen in spezielle Teiche wo sie überwintern. Drei- bis vierjährige Karpfen hingegen kommen in Hälteranlagen mit frischem, klarem Wasser bevor sie geschlachtet werden. Dieser Aufenthalt in klarem Wasser ist wichtig, damit das Fleisch der Karpfen den "schlammigen" Geschmack verliert.


Forellen
Forellen lieben im Gegensatz zu Karpfen sauerstoffreiche kühlere Gewässer. Schon lange bevor Lachs, ein Verwandter der Forelle, gezüchtet wurde, wurden Forellen in Fischteichen intensiv gehalten.

Die einheimische Forellenart ist die Bachforelle. Sie ist allerdings hinsichtlich ihres Lebensraumes besonders anspruchsvoll. Klare, schnellfließende Gewässer mit zahlreichen Unterschlupfmöglichkeiten sind eine Voraussetzung für ihr Gedeihen.

Oftmals bekommt man Regenbogenforellen angeboten. Diese Art stammt eigentlich aus Nordamerika. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeführt. Da diese Art weniger anspruchsvoll als die heimische Bachforelle ist, wird vor allem sie in den Teichen gezüchtet.